Herzlich Willkommen auf der Internetseite
der Initiative Theatermuseum Berlin e.V.!

Deutschland verfügt über eine einzigartige Theaterlandschaft und der deutschsprachige Raum – weltweit gesehen – über die meisten Bühnen überhaupt. Von hier gingen und gehen nicht nur maßgebliche künstlerische sondern auch technische Impulse aus, da viele in der Theater- und Veranstaltungstechnik führende Firmen in Deutschland beheimatet sind. 
Seit langem wird das kulturelle Leben unserer Nation durch das Theater stark beeinflusst.

Berlin ist nicht nur Bundeshauptstadt, sondern eine Kulturmetropole, die seit mehr als 400 Jahren maßgeblich vom Theater geprägt ist, beseelt vom Geist der Aufklärung und Weltoffenheit. Die Stadt errang nicht nur eine führende Position im deutschsprachigen Theater, sondern wurde zur europäischen Theatermetropole. Das Theater aktiviert schöpferische Kräfte unter Einbeziehung aller Künste, nimmt zugleich nationale und internationale Entwicklungen auf und geriet nicht zuletzt durch die Unterschiede während der deutschen Teilung verstärkt in den Fokus des Welttheatergeschehens. 
Das Theater ist keine in sich abgeschlossene Kunst, es erreicht alle Bereiche des kulturellen und politischen Lebens. Die künstlerischen Leistungen der Autoren und Komponisten, der Schauspieler, Sänger und Tänzer, der Chöre und Orchester, ihrer Dirigenten, der Regisseure, Bühnen- und Kostümbildner haben das Theater sowohl in der Vergangenheit wie auch der Gegenwart nachhaltig geprägt und das Publikum in die Spielstätten gezogen. Dabei sind Architektur und bildende Kunst ebenso eingebunden wie High Tech und traditionelle Handwerksberufe. Das Theater ist und bleibt ein hoch komplexer und sensibler Organismus.


Deshalb gilt es, das Theater in all seinen Formen, seiner Entwicklung und Geschichte, seinen Einflüssen und Bezügen zu allen Bereichen des Lebens darzustellen. Dies kann sich nicht nur in einer dokumentarisch-traditionellen Sammlung von Archivalien erschöpfen. Ein Museum, gleich welcher Art, sieht im 21. Jahrhundert anders aus als bisher. Bezüge, Verbindungen und Abläufe müssen, so komplex sie auch immer seien, sichtbar und auch für den interessierten Laien nachvollziehbar gemacht werden. Es soll die Lust am Spiel, am Wort und an der Musik wecken und Zusammenhänge erklären. 
Berlin mit seiner nationalen wie internationalen Strahlkraft ist der ideale Ort für ein WeltTheaterMuseum, in dem traditionelle Museumsstrukturen aufgebrochen und neu definiert werden. (Präambel der Satzung)

Publikation DIE VIERTE WAND
Publikation DIE VIERTE WAND
Aufbau der Ausstellung »Faszination der Bühne«, Berlin | 2010
Ausstellung "Faszination des Theaters" 2013/14 - Marheineke-Halle, Berlin
Ausstellung "Faszination des Theaters" 2013/14 - Marheineke-Halle, Berlin
SonderAusstellung auf Bühnentechnischer Tagung 2016, Bremen
SonderAusstellung auf Bühnentechnischer Tagung 2016, Bremen
Museum zum Anfassen - KinderTheaterProjekt auf der BarockBühne 2016, Frankfurt (Oder)
Museum zum Anfassen - KinderTheaterProjekt auf der BarockBühne 2016, Frankfurt (Oder)
Übernahme Sammlung Tita, 2016
Übernahme Sammlung Tita, 2016
Weiterentwicklung der BarockBühne - digitale Vorplanung Licht
Weiterentwicklung der BarockBühne - digitale Vorplanung Licht
Entwurf Fafnerwurm Berlin 1885 | Nachlaß Brandt, © G.Döring
Entwurf Fafnerwurm Berlin 1885 | Nachlaß Brandt, © G.Döring

Berliner Sammlungen besitzen umfangreiche Schätze aus allen Epochen des Theaterschaffens. Viel zu selten bekommt man Diese zu sehen. Viel zu wenige Menschen ahnen, was hier verborgen liegt.
Wir bemühen uns um eine dauerhafte Präsenz, um unser Ziele einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und mit ihr  diskutieren zu können. MIt verschiedenen Aktivitäten versuchen wir zu informieren.
2010 zeigten wir in der Friedrichshainer Zwinglikirche die Ausstellung "Faszination der Bühne",
2013/14 in der Kreuzberger MarheinekeHalle die Ausstellung "Faszination des Theaters":
Unser Ehrenmitglied Frau Dr.Ruth Freydank hat in ihrem zweibändigen Werk "Der Fall Berliner TheaterMuseum" ausführlich die Geschichte recherchiert und dokumentiert.

Erkunden Sie unsere Galerien und das Informationsmaterial auf der download-Seite.

Wenn wir Ihr Interesse wecken können, freuen wir uns über jede Form von Unterstützung.

Der Ursprung (des Modells) der BarockBühne

Die BarockBühne der "Initiative TheaterMuseum Berlin e.V." beruht auf einem Projekt des Bayreuther Oberstudiendirektors Klaus-Dieter Reus. Über 16 Jahre entwickelte er mit einigen Generationen an Schülern sowohl eine komplette Ausstellung (56 Tafeln wahlweise in deutscher und englischer Sprache), diverse Nachbauten barocker Effektmaschinen (Donner, Wind, Regen, Meeresrauschen, Wasserfall) und als Höhepunkt das Vorführmodell barocker Bühnentechnik (ca. Maßstab 1:2)
Am Ende seiner Dienstzeit übernahm der Verein dieses Lebenswerk, pflegt es und entwickelt es weiter.

Ursprünglich im Barock entwickelt war diese BühnenTechnik bis in die 2.Hälfte des 19.Jhd. in vielen Theaterneubauten der technische Standard. So verfügte zuletzt auch die Pariser Oper (Palais Garnier) bei ihrer Eröffnung 1875 über solch eine Bühnentechnik. Derzeit ist das Bourla-Theater in Antwerpen jedoch das letzte grosse Stadttheater, in dem diese Technik erhalten ist (Eröffnung 1834). Nur in älteren und kleineren Bauten kann man historische Technik noch vorfinden. Andernorts wurde sie später modernisiert.

Im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth bestand die originale Technik noch bis in die 1960er Jahre und wurde dann ebenfalls heraus gerissen. Damit wurde der einzigartige historische Zustand des Hauses (der Zuschauerrraum ist 100%ig original, da das Haus nie abgebrannt ist, wie alle seine Zeitgenossen) maßgeblich beeinträchtigt.
Herr Reus nahm diese Situation zum Anlass daraus ein Projekt zu machen.

Wir schätzen uns sehr glücklich sein Erbe fortsetzen zu können und bei unserem Bestreben ein TheaterMuseum zum Anfassen zu initiieren ist die BarockBühne ein wichtiges Exponat, welches in dieser Form weltweit einzigartig ist.

> Link zur ursprünglichen Projektseite: Faszination der Bühne
> Gesellschaft der historischen Theater in Europa: PERSPECTIV